Der kleine Keck

Über das eigene Leben schreibt man am besten sehr viel oder sehr wenig. Ich versuch mal, in der Mitte zu bleiben.

Meine Anfänge nahm ich am 15. Februar 1962 in Goldbach bei Aschaffenburg. Das liegt in Unterfranken am Rand des Spessarts. Gleich bei meiner Geburt musste ich feststellen, dass ich einen Bruder hatte, der mir sechseinhalb Jahre voraus war. Diesen Vorsprung konnte ich bislang nicht aufholen.

Als ich drei war, schlugen uns unsere Eltern vor, doch öfters mal den Wohnort zu wechseln. 1965 zog Familie Keck nach Hanau, 1974 nach St. Vith in Belgien, 1978 nach Frammersbach, also diesmal mitten hinein in den Spessart. Den dortigen Aufenthalt nutzte ich, um ungestört und wohlbehütet 1981 meine schulische Laufbahn mit dem Abitur in Lohr am Main zu beenden.

1982 nahm ich mein Studium der Romanistik, Germanistik und Publizistik auf. Weil ich es inzwischen so gewohnt war, versuchte ich mich dazu in Göttingen und München als Mieter zahlreicher Wohnstätten.

Das universitäre Leben hielt mich auch nach der Promotion weiter im Griff: Ich arbeitete bis 1996 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sonderforschungsbereich "Die literarische Übersetzung". Anschließend setzte ich nach Frankreich über und arbeitete ein Jahr lang als Lektor für Deutsch an der Universität in Besançon. Dort lernte ich meine Frau kennen, die ich 2001 heiratete und mit der ich einen Sohn habe: Valentin hat sich mit dem 11.11.2001 ein recht bedeutungsschwangeres Geburtsdatum ausgesucht: Die Franzosen feiern am 11. November den Waffenstillstand des Ersten Weltkrieges, bei uns Deutschen steht eher der Fasching im Vordergrund. Valentin kam passenderweise in Mainz zur Welt, und zwar als Hausgeburt. Helau!

In Mainz und Umgebung treibe ich mich seit 1998 herum. Es war eine berufliche Neuorientierung, die mich zum SWF bzw. SWR führte, wo ich seither als Fernseh-Journalist arbeite.

Seit 2002 wohne ich mit meiner Familie in einem Dorf in Rheinhessen. Zum Wohl!